[z]-Blog

Über Open Source im Alltag

Autor: Schreiberling (Seite 2 von 4)

Zeya – Einfaches Musikstreaming im Browser

Sucht man eine einfache und schlanke Lösung um eine Musiksammlung als HTML5-Musik-Player zur Verfügung zu stellen dann ist Zeya das Programm der Wahl.

Es ist einfach installiert, da die meisten Linux-Distributionen ein Paket bereitstellen.

Zeya Webinterface

Nach der Installation kann das Programm einfach gestartet werden. Man kann man den Port via -p festlegen. Außerdem kann man von drei Backends wählen. Normal wird das Backend „dir“ benutzt, dabei liest Zeya alle Dateien im aktuellen oder über den --path= definierten Ordner ein. Man kann auch Playlists (.m3u & .pls) oder die Rhythmbox-Musikbibliothek nutzen.

zeya -p 33333 --backend=rhythmbox

Danach kann Zeya über die ip-Adresse und Port aufgerufen werden. Alles was man braucht ist ein nicht veralteter Browser (der

Weitere Informationen gibt es auf der Projektseite und im ubuntuusers.de-Wiki. Die Lizenz ist die [AGPLv3][5].

[5]: https://www.gnu.org/licenses/agpl-3.0.html „Lizenztext auf gnu.org“

ffmpeg2theora

Das ogv-Format bietet sich an, wenn man ein Video im Web (www) veröffentlichen möchte das ohne Flash angeschaut werden kann. Bei .ogv handelt es sich um Videos im ogg-Containerformat. Im Container befinden sich die Audiodaten als Ogg Vorbis und die Videodaten als Theora.

Zur Umwandlung braucht es einen Konverter. Zwar gibt es Programme mit grafischer Oberfläche, ein Konsolenprogramm ist aber meist kleiner und fällt im Hintergrund nicht weiter auf. Bekannte Programme sind ffmpeg und avconv, deren Syntax aber recht komplex ist.

Einfacher und schneller geht die Umwandlung mit ffmpeg2theora. Die Syntax ist einfacher und das Programm erfordert kein Syntax-Diplom:

ffmpeg2theora eingabedatei.mp4

Selbst bei komplexeren Aufgaben bleibt die Syntax einfach, egal ob man die Metadaten bearbeiten will oder den Gamma-Wert anpasst. Das Programm bietet leicht zugänglich viele Funktionen.

Wer öfter nach ogg und ogv umwandeln muss, der ist mit dem ffmpeg2theora gut beraten.

Die Anwendung im Repository wahrscheinlich jeder Linux-Distribution und ist unter der GPLv2+ lizenziert.

Minetest – digitales Lego

Minetest ist ein Open World Game ohne endlichem Spielziel. In der offenen Welt, die dynamisch generiert wird, muss man Mineralien und andere Rohstoffe abbauen. Aus den Rohstoffen kann man sich Werkzeuge, Waffen und andere Gegenstände herstellen (engl.: craften).

Minetest, das initial ein Minecraft-Klon war, ist in der Programmiersprache C++ verfasst und basiert auf der Irrlicht-Engine auf der auch SuperTuxKart basiert.

Das Spiel das sich wie Minecraft als digitales Lego beschreiben lässt, kann durch Mods (kurz für Modifikationen) einfach erweitert werden. Diese sind durch die einfache API und die Unterstützung der Scriptsprache Lua einfach zu entwickeln.

Das Spiel bietet zwei Spielmodi. Im kreative „Creative“-Modus hat man unendlich Ressourcen und kann Rohstoffe sehr schnell abbauen. Im „Survival“-Modus, der normale Spielmodus, muss man überleben. Mit Waffen und Häuser kann man sich gegen die Monster verteidigen die in der Nacht erscheinen. Um sich die Waffen oder Festungen bauen zu können braucht es natürlich Rohstoffe.

Das Spiel ist noch nicht „Feature Complete“, zeitweise wurden die Monster zwischen den Versionen verbessert und zeitweise entfernt, wenn sie nicht den Ansprüchen genügten. Durch Mods kann man aber in jeder Version in den süßen Genuss einer gefährlichen Monsterbedrohung kommen.

Generell kommt erst richtig Spaß auf, wenn man das Spiel mit ein paar Mods erweitert hat. Die Mods bezieht man momentan noch aus dem Forum, ein Paketmanager für Mods ist aber angedacht.

Das Spiel ist Freie Software und unter der LGPLv2.1+ veröffentlicht. Es kann für Linux, Mac OS X und Microsoft Windows heruntergeladen werden. Für die meisten Linux-Distributionen stehen Pakete im jeweiligen Repository bereit die jedoch veraltet. Etwa in allen aktuellen Ubuntu-Version. Über die PPA der Entwickler kann man die neuste Version beziehen. Bei Debian Testing sowie Unstable und aktuelleren Distributionen wie etwa Arch Linux besteht das Problem nicht. Auf der Downloadseite sind immer die richtigen Quellen für die jeweiligen Distributionen verlinkt.

Hier im Blog wird demnächst eine Liste mit empfehlenswerten Mods veröffentlicht.

Englisch üben

Screenshot des Programmes

Screenshot des Programmes

PyEnglish ist ein nettes kleines Programm mit dem man seine English-Kenntnisse überprüfen kann.

Es werden verschiedenen Satzteile vorgegeben, die man in die richtige Form und Reihenfolge bringen muss. Nicht mehr und auch nicht weniger.

Die Anwendung wurde im Rahmen des Ubuntu AppShowdowns erstellt und steht unter der GPLv3.

Viel Spaß.

Jota – ein funktionreicher Texteditor für Android

~1MB große Datei

Jota: Logdatei

Such man einen einfachen und doch mächtigen sowie freien Texteditor für Android, dann ist Jota (gesprochen i-o-ta) nicht die schlechteste Wahl.

Das Programm bietet einige Funktionen die man auf dem Rechner gewöhnt ist, aber bei vielen Android Anwendungen fehlen:

  • Syntax Highlighting
  • Automatische Erkennung
    • der Zeichenkodierung
    • des Zeilenumbruchs

Der Zeilenumbruch ist leider auch in diesem Jahrhundert auch noch ein relevantes Problem, denn dieser unterscheidet sich bei Windows, Mac OS und dem Rest der Welt.

  • Suche
  • Anpassbare Farben (Text, Hintergrund, Highlights, Rechtschreibkringel, …)
  • Undo/Redo
  • Viel mehr

Eigentlich muss man nicht fragen welche Funktionen es gibt, denn es gibt keine echte Alternative für Android die annähernd viele Funktionen bietet. Wer trotzdem eine detaillierte Liste sehen möchte kann gerne auf der Projektseite nachschauen.

Die Anwendung ist unter der Apache2.0 Lizenz veröffentlicht und ist leider (noch) nicht im F-Droid Repository. Jedoch in Google Play.

Bitte nicht verwenden wenn ihr auf RTL angewiesen seid.

Mimimi: Scrollen auf Dropdown-Menüs beim Firefox nicht möglich

Bei Firefox und Thunderbird ist es nicht möglich auf geschlossenen Dropdown-Menüs zu scrollen. (╯°□°)╯︵ ┻━┻

Ich bin von Gnome (bzw. GTK) und anderen Arbeitsumgebungen so verwöhnt, dass das mir negativ auffällt dass man auf geschlossenen (und geöffneten) Dropdown-Menüs nicht scrollen kann, dabei ist gerade diese Kleinigkeit so bequem und spart einem zwei Klicks auszuführen. Der eine zum Öffnen des Menüs und der andere zum Auswählen. Liegt wohl an XUL.

Wer nicht weiß welches Verhalten gemeint ist kann sich gerne dieses Video anschauen.

lesspipe & catdoc – PDF, DOC und mehr im Terminal betrachten

Möchte man mit less eine Datei betrachten, so kann dies zu ungewollten Ergebnissen führen. Öffnet man etwa die PDF-Datei der 04/2012 Ausgabe des freiesMagazin mit less ist das Ergebnis recht unansehnlich:

%PDF-1.4
%<d0><d4><c5><d8>
1 0 obj
< < /S /GoTo /D (12_04_editorial.2) >>
endobj
4 0 obj
(Editorial)
endobj
5 0 obj

Tut man dagegen das Selbe mit lesspipe einem Programm das viele Dateiformate decodiert und in einer leserlichen Form an less übergibt, dann sieht das Ergebnis sehr ansprechend aus.

      freiesMagazin                                                                                      April 2012



      Topthemen dieser Ausgabe

      Python – Teil 12: Reguläre Ausdrücke                                                                Seite 9
      Nachdem im letzten Teil dieser Reihe ein kleiner Twitter-Client besprochen wurde, wird es nun wieder etwas
      theoretischer: Anhand einiger einfacher Beispiele sollen Reguläre Ausdrücke vorgestellt werden. (weiterlesen)

Das funktioniert ebenso mit DOC-Dateien sowie einer Vielzahl von Archivdateien (.deb, .zip, .lz sowie viele Weitere – eine Übersicht findet sich in der Manpage des Programms).

Möchte man sich Dateien mit der Endung .doc ansehen muss man sich zunächst noch das Programm catdoc installieren. catdoc verhält sich selbst wie das cat-Kommando.

AntennaPod – Podcatcher für Android

AntennaPod ist ein relativ neuer Podcatcher für Android. Die schlanke Anwendung bietet eine Menge an Funktionen. Dazu gehört unter Anderem die Flattr-Integration. Diese ist bei der Version in F-Droid jedoch deaktiviert, da dafür ein Flattr-Key benötigt wird den der Entwickler nicht bereit gestellt hat. Möchte man nicht die Version von Googles Distributionsplattform Play beziehen und Flattr nutzen, dann muss man das Programm selbst kompilieren und einen Key hinzufügen. Eine weitere Besonderheit ist die Unterstützung von sogenannten Enhanced Podcasts, also Podcasts die Dinge wie Kapitelmarken enthalten. Zudem wurde der Miro Guide integriert, ein Katalog mit Audio- und Video-Podcasts.

Gewohnte Funktionen wie Playlists, Download-Queue, OPML-Im- und Export sowie Streaming sind natürlich auch vorhanden. Die Entwicklung ist sehr aktiv und findet auf Github statt. Den Podcatcher gibt es bei Fdroid und Google Play. Lizenziert ist die Software unter der MIT Lizenz.

Projektvorstellung: The League of Moveable Type

The League of Moveable Type ist ein Projekt, dass sich zur Aufgabe gemacht hat eine Sammlung an typographisch wertvollen und freien Schriftarten zu erstellen.

Früher gab keine Möglichkeit die Schriftarten auf seiner Webseite zu beeinflussen. Später wurde der <font>-Tag eingeführt, allerdings konnten damit nur Schriften genutzt werden die beim Betrachter installiert waren, Webdesigner hat dies in ihrer Kreativität massiv eingeschrenkt. Dandurch gab es eine Zeit in der Buchstaben in Bilder verwandelt wurden, damit auch Nutzer ohne entsprechende Schriftart das Selbe (wie der Web-Designer) sahen. Wurden Informationen in Bildern gespeichert waren diese für Suchmaschinen verloren, also wurde die Information in die Alt-Tags geschrieben. Und die Suchmaschinen passten sich daran an. Der normale Benutzer hatte dadurch jedoch Nachteile. Etwa konnten Überschriften nicht selektiert und kopiert werden. Doch mit Technologien wie @font-face und später Webfonts wurden Web-Designern Mittel in die Hand gegeben, um sich „typographisch“ auszuleben. Jedoch sind viele Fonts nicht frei. Und können nur sehr eingeschränkt benutzt, geschweige denn verändert werden. Zudem war die Auswahl an schönen und freien Schriftarten nicht gerade groß. Das Projekt The League of Moveable Type nahm sich das zum Anlass Schriften zu erstellen, die den Ansprüchen des modernen und freien Webs und Web-Designern erfüllen.

Schriftart: League Gothic (Bild: CC-BY-SA 3.0 - The League of Moveable Type)

Schriftart: League Gothic (Bild: CC-BY-SA 3.0 – The League of Moveable Type)

Das Projekt wächst ständig, wenn auch gemächlich. Alle Schriftarten werden unter der OFL veröffentlicht. Und im Blog wird immer über Updates und Geschichten rund um die Fonts des Pojekts berichtet. Es lohnt also immer auf dem aktuellesten Stand zu bleiben. Die Quelldateien des Projekts sind auf GitHub zu finden.

GnuCash für Android

Möchte man über seine Ein- und Ausgaben buchführen, dann erleichtert einem eine Finanzverwaltungssoftware wie GnuCash das Verwalten ganz ungemein.

Ist man jedoch unterwegs ist eine solche Software viel zu komplex und ein Notebook unnötig groß. Hat man jedoch ein Smartphone mit dem Betriebssystem Android dann kann man GnuCash verwenden. Nun, genauer: GnuCash für Android (wobei das für Android nicht teil des Namens ist).

Dabei handelt es sich um eine ganz einfache Anwendung die nicht zwingend an GnuCash gebunden ist. Es handelt sich viel mehr um ein Notizbuch für Ein- und Ausgaben, welches ins OFX-Format (Open Financial Exchange) exportiert. Das heißt jede Software die dieses Format importieren kann, kann mit GnuCash (für Android) verwendet werden.

Ein einfacher Notizblock ist die Anwendung jedoch nicht mehr, mittlerweile kann die mobile Version des buchhaltenden GNUs auch Doppelte Buchführung.

Um Buchungen nicht doppelt zu importieren merkt sich die Anwendungen welche Buchungen seit dem letzten Export durchgeführt wurden und exportiert standardmäßig nur diese. Es besteht auch die Möglichkeit Buchungen nach dem Export automatisch löschen zu lassen.

Die Software ist unter der Apache2.0 Lizenz veröffentlicht und ist im F-Droid-Repository sowie Google Play zu finden.

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