[z]-Blog

Über Open Source im Alltag

Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 2)

mpv – Videos per Tastendruck löschen und verschieben

Wenn man eine größere Video-Sammlung zum Sichten hat, oder Video-Podcasts automatisch herunterladen lässt, dann ist es oft aufwendig die Dateienin einem zweiten Schritt zu löschen oder sortieren.

Mit mpv und selbst definierten Tastenkombinationen in der Konfigurationsdatei ~/.mpv/input.conf kann man den Prozess vereinfachen.

Folgende Zeile in der Datei löscht beim Drücken von Strg+r die aktuell angezeigte Mediendatei und zeigt eine Meldung an.

ctrl+r run "rm" "-v" "${path}" ; show_text "Gelöscht: ${filename}"

Um die Datei nur in den Papierkorb zu verschieben, nicht aber zu löschen kann das Programm trash-cli anstelle von rm verwendet werden. Das Programm befindet sich in den Repositories der meisten großen Linux Distributionen.

Zum verschieben verwendet man mv anstelle von rm.

ctrl+m run "mv" "-v" ${path} "/home/Schreiberling/Schnitt/gesichtet" ; show_text "Nach ~/Schnitt/gesichtet verschoben"

mpv – ein moderner mplayer fork

mpv ist ein Fork von mplayer bzw. mplayer2 der einige Dinge besser macht.

Neben offensichtlichen Vorteilen wie dem kürzerem Befehl (mpv) verbessert der mplayer-Fork die Usability auch durch andere Kleinigkeiten, wie etwa dem Icon und der UI.

Rechts mplayer ohne Icon, links mpv mit

Rechts mplayer ohne Icon, links mpv mit

Andere Bemerkenswerte Unterschiede zu mplayer(2):

  • Fehler und Meldungen werden farbig im Terminal dargestellt
  • mpv kann direkt von Youtube streamen
  • Das Problem dass Videos, bei verschiedenen Aktionen, un-pausiert wurden existiert nicht
  • Spielt man eine Liste von Videos ab, wird nicht jedes mal ein neues Fenster gezeichnet
  • Lange Parameter starten mit doppeltem Minus: –fullscreen

Die Entwicklung findet bei Github statt: mpv-player

Die Lizenz ist GPLv2 oder höher.

Neues OSD (On Screen Display)

Neues OSD (On Screen Display)

Edit: Möchte man eigene Kommandos aus mpv heraus ausführen kann man dies über das run Kommando tun.

Möchte man etwa die Mediendatei löschen die gespielt wird kann man dies über folgenden Befehl tun.

echo 'ctrl+r run "rm" "${filename}"' >> ~/.mpv/input.conf

Dadurch wird ein neuer Eintrag in die Datei ~/.mpv/input.conf geschrieben. Zunächst definiert man die Taste (-nkombination), nutzt dann den run Befehl und das Kommando das man ausführen möchte, hier rm.

Weitere Informationen findet man in der Datei input.rst und unter Property Expansion in der Dokumentation.

Interessante Vorträge vom LinuxTag 2013

Auch dieses Jahr gab es auf dem LinuxTag viele spannende Vorträge, eine kleine Auswahl davon möchte euch empfehlen. Es sind Vorträge die mir besonders gefallen haben und die auch gut verständlich sind.

  • Watched by machines of loving grace
    Der Vortrag ist in englisch und befasst sich damit wie „general-purpose computer“, also Allzweckrechner die beliebig verwendet werden können, in Gefahr sind und der Computernutzer immer mehr vom Schaffenden zum Konsumenten wird. Der Vortrag zeigt auch welche Kontrolle über proprietäre Software ausgeübt werden kann und wie dies unsere Gesellschaft beeinflusst und beeinflussen kann. Natürlich kann die Kontrolle über den eigenen Rechner und die eigenen Programme und Daten auch zurück erlangt werden, mit Freier Software.
    Seite zum Vortrag | Ogg | MP3

  • Antifeatures
    Antifeatures sind Funktionen die vom Benutzer nicht erwünscht wird, die die Funktionalität einer Software oder Gerätes mindern. Zur Entwicklung dieser Funktionen, die den Nutzer beschränken, muss Energie und Geld aufgewendet werden. Es handelt sich nicht um Bugs oder fehlende Funktionalität.
    Der Vortrag zeigt anhand von Beispielen wie jeder von uns von Antifeatures betroffen ist. Etwa dass das Betriebssystem des Telefons alle Stromsparfunktionen ausschaltet wenn es einen Akku von einem Dritthersteller erkennt. Oder das ein Drucker automatisch die Druckqualität mindert, wenn fremde Druckerpatronen verwendete werden.
    Der englische Vortrag beleuchtet wie diese Antifeatures konkret aussehen, welche Motivation dahinter steht und was der Benutzer dagegen machen kann. Und dass Antifeatures in Freier Software keinen Bestand haben können.
    Seite zum Vortrag | Ogg | MP3

  • Warum wir Zugriff auf unsere Router brauchen
    Ein Vortrag darüber welche Kontrolle wir über unsere Kommunikation mit geschlossenen Routern abgeben und welche Gefahren dies birgt. Der Vortrag behandelt aber auch wie man seinen Router befreit, etwa mit freier Firmware wie OpenWRT.
    Seite zum Vortrag | Ogg | MP3

  • Warum ist Linux für Embedded-Systeme so attraktiv?
    Dieser Vortrag befasst sich mit der Frage warum Linux im Embedded-Bereich so erfolgreich ist. Der Vortrag ist tutorisch aufgebaut, beschäftigt sich wenig mit Technik und behandelt diverse Vorteile von und Vorurteile gegenüber Linux.
    Seite zum Vortrag | Ogg | MP3 | Folien

  • Magic Lantern: Free Software on your camera
    Bei Magic Lantern handelt es sich um freie Software mit der man den Funktionsumfang von Canon DSLR Kameras erweitern kann. Die Firmware der Kamera muss nicht geändert werden. Die Software wird von der Speicherkarte geladen und neben der normalen Firmware ausgeführt. Auch wenn man keine Canon hat ist das Thema sehr interessant, zumal es mehrere solcher Projekte gibt. Wer sich informieren möchte wie man Kameras allgemein mit freier Software erweitern kann, sollte sich den Vortrag anhören, da dort einige Beispiele genannt werden wie die Software die Nutzung der Kamera erheblich vereinfacht und Funktionen ermöglicht die sonst nur Kameras im 5-stelligen Bereich haben.
    Seite zum Vortrag | Ogg | MP3

Zeya – Einfaches Musikstreaming im Browser

Sucht man eine einfache und schlanke Lösung um eine Musiksammlung als HTML5-Musik-Player zur Verfügung zu stellen dann ist Zeya das Programm der Wahl.

Es ist einfach installiert, da die meisten Linux-Distributionen ein Paket bereitstellen.

Zeya Webinterface

Nach der Installation kann das Programm einfach gestartet werden. Man kann man den Port via -p festlegen. Außerdem kann man von drei Backends wählen. Normal wird das Backend „dir“ benutzt, dabei liest Zeya alle Dateien im aktuellen oder über den --path= definierten Ordner ein. Man kann auch Playlists (.m3u & .pls) oder die Rhythmbox-Musikbibliothek nutzen.

zeya -p 33333 --backend=rhythmbox

Danach kann Zeya über die ip-Adresse und Port aufgerufen werden. Alles was man braucht ist ein nicht veralteter Browser (der

Weitere Informationen gibt es auf der Projektseite und im ubuntuusers.de-Wiki. Die Lizenz ist die [AGPLv3][5].

[5]: https://www.gnu.org/licenses/agpl-3.0.html „Lizenztext auf gnu.org“

ffmpeg2theora

Das ogv-Format bietet sich an, wenn man ein Video im Web (www) veröffentlichen möchte das ohne Flash angeschaut werden kann. Bei .ogv handelt es sich um Videos im ogg-Containerformat. Im Container befinden sich die Audiodaten als Ogg Vorbis und die Videodaten als Theora.

Zur Umwandlung braucht es einen Konverter. Zwar gibt es Programme mit grafischer Oberfläche, ein Konsolenprogramm ist aber meist kleiner und fällt im Hintergrund nicht weiter auf. Bekannte Programme sind ffmpeg und avconv, deren Syntax aber recht komplex ist.

Einfacher und schneller geht die Umwandlung mit ffmpeg2theora. Die Syntax ist einfacher und das Programm erfordert kein Syntax-Diplom:

ffmpeg2theora eingabedatei.mp4

Selbst bei komplexeren Aufgaben bleibt die Syntax einfach, egal ob man die Metadaten bearbeiten will oder den Gamma-Wert anpasst. Das Programm bietet leicht zugänglich viele Funktionen.

Wer öfter nach ogg und ogv umwandeln muss, der ist mit dem ffmpeg2theora gut beraten.

Die Anwendung im Repository wahrscheinlich jeder Linux-Distribution und ist unter der GPLv2+ lizenziert.

Englisch üben

Screenshot des Programmes

Screenshot des Programmes

PyEnglish ist ein nettes kleines Programm mit dem man seine English-Kenntnisse überprüfen kann.

Es werden verschiedenen Satzteile vorgegeben, die man in die richtige Form und Reihenfolge bringen muss. Nicht mehr und auch nicht weniger.

Die Anwendung wurde im Rahmen des Ubuntu AppShowdowns erstellt und steht unter der GPLv3.

Viel Spaß.

Mimimi: Scrollen auf Dropdown-Menüs beim Firefox nicht möglich

Bei Firefox und Thunderbird ist es nicht möglich auf geschlossenen Dropdown-Menüs zu scrollen. (╯°□°)╯︵ ┻━┻

Ich bin von Gnome (bzw. GTK) und anderen Arbeitsumgebungen so verwöhnt, dass das mir negativ auffällt dass man auf geschlossenen (und geöffneten) Dropdown-Menüs nicht scrollen kann, dabei ist gerade diese Kleinigkeit so bequem und spart einem zwei Klicks auszuführen. Der eine zum Öffnen des Menüs und der andere zum Auswählen. Liegt wohl an XUL.

Wer nicht weiß welches Verhalten gemeint ist kann sich gerne dieses Video anschauen.

lesspipe & catdoc – PDF, DOC und mehr im Terminal betrachten

Möchte man mit less eine Datei betrachten, so kann dies zu ungewollten Ergebnissen führen. Öffnet man etwa die PDF-Datei der 04/2012 Ausgabe des freiesMagazin mit less ist das Ergebnis recht unansehnlich:

%PDF-1.4
%<d0><d4><c5><d8>
1 0 obj
< < /S /GoTo /D (12_04_editorial.2) >>
endobj
4 0 obj
(Editorial)
endobj
5 0 obj

Tut man dagegen das Selbe mit lesspipe einem Programm das viele Dateiformate decodiert und in einer leserlichen Form an less übergibt, dann sieht das Ergebnis sehr ansprechend aus.

      freiesMagazin                                                                                      April 2012



      Topthemen dieser Ausgabe

      Python – Teil 12: Reguläre Ausdrücke                                                                Seite 9
      Nachdem im letzten Teil dieser Reihe ein kleiner Twitter-Client besprochen wurde, wird es nun wieder etwas
      theoretischer: Anhand einiger einfacher Beispiele sollen Reguläre Ausdrücke vorgestellt werden. (weiterlesen)

Das funktioniert ebenso mit DOC-Dateien sowie einer Vielzahl von Archivdateien (.deb, .zip, .lz sowie viele Weitere – eine Übersicht findet sich in der Manpage des Programms).

Möchte man sich Dateien mit der Endung .doc ansehen muss man sich zunächst noch das Programm catdoc installieren. catdoc verhält sich selbst wie das cat-Kommando.

Im Gravitationsfeld des Planeten

Symbolbild: Venus

Symbolbild: Venus {von Forsetius CC-BY-2.0}

Nun ist es soweit, nun hat mich das Gravitationsfeld des Planeten gefangen. Langsam bewege ich mich Richtung Oberfläche. Meine Geschwindigkeit verringert sich, die Atmosphäre um mich erwärmt sich, ja gar erhitzt sich. Nun bin ich zwar noch im Gravitationsfeld des Planeten, verlasse aber jenes der Metapher bevor es unschön wird.

Worum geht es?

Um Open Source. So kurz, so umfassend. Ich werde mich nicht auf Software oder ein Betriebssystem beschränken. Hier werde ich Themen, Programme und Konzepte die dieses Kriterium erfüllen beschreiben, umreißen oder auch nur notieren um sie für mich zu archivieren, falls es einen Leser interessiert: umso besser.

Weiteres zum Blog als solchen gibt es auf Über diesen Blog.

Was bereits geschah:

Auf meiner Reise durch das Universum habe ich bereits einige Welten gesehen, von manchen sind die Aufzeichnungen verloren.

Umfangreiche Aufzeichnungen sind noch über geblieben, so etwa vom Planeten der Androiden. Ein vollständiges Verzeichnis der geretteten Aufzeichnungen findet sich im Logbuch.

Doch was aus wird aus der einführenden Metapher am Anfang? Wie alles muss auch sie sich gewahr sein, dass auch sie sich der Gravitation hingeben muss! Oder doch nicht?

NOPE!

Google Chrome – Flash Plugin kann nicht geladen werden

Diesmal geht es nicht direkt um Open Source. Denn weder ist Adobe Flash Open Source noch ist es Google Chrome.

Doch leider wird Adobe Flash unter Linux nicht mehr aktualisiert und so muss man für manche Webseiten den Chrome benutzen, da dieser seine eigene Flash-Version mitbringt. Diese wird von Google betreut und mit dem Chrome immer auf dem neusten Stand gehalten.

Es kann allerdings vorkommen, dass das Flash-Plugin nicht geladen werden kann. Da bei Linux das Deinstallieren und erneute Installieren nichts bringt, schließlich handelt es sich um ein Mehrbenutzersystem und jeder Nutzer hat seine eigene Konfiguration welche bei der Deinstallation eines Programms nicht enfernt wird, muss man die Konfigurationdateien manuell löschen. Radikal kann man natürlich den ganzen Ordner löschen, aber Google macht es einem einfach, sodass man Flash einfach finden kann. Der folgende Befehl löscht den Ordner und sollte das Problem beheben:

rm -rv ~/.config/google-chrome/PepperFlash
« Ältere Beiträge

© 2019 [z]-Blog

Theme von Anders NorénHoch ↑