iwd: eduroam config for University of Hamburg

If you are using iwd the new-ish Wi-Fi daemon, you might notice that the eduroam CAT installer only supports wpa_supplicant. Nonetheless, it is still useful to get the correct settings and obtain the correct certificate. Run the script, obtain the cert and move it from ~/.config/cat_installer/ca.pem to /etc/iwd/eduroam.pem as iwd by default cannot read the home directory.

Then add the connection configuration file with the following content.
File location: /var/lib/iwd/eduroam.8021x

Connection configuration for UHH (Universität Hamburg):

[Security]
EAP-Method=TTLS
EAP-Identity=eduroam@uni-hamburg.de
EAP-TTLS-CACert=/etc/iwd/eduroam.pem
EAP-TTLS-ServerDomainMask=roamrad.rrz.uni-hamburg.de
EAP-TTLS-Phase2-Method=Tunneled-PAP
EAP-TTLS-Phase2-Identity=Bxxxxxxxx@uni-hamburg.de
EAP-TTLS-Phase2-Password=XXXXXXXXXXXX

[Settings]
AutoConnect=true

Don’t forget to add your user and password

Relevant Arch Linux Wiki article.

Please note that your university might use different authentication protocols.

Schnelle Emoji-Eingabe in allen Anwendungen

Mit Strg + . (Punkt) kann unter Gnome der Emoji-Dialog angezeigt werden. Leider funktioniert dieser nur in GTK Anwendungen.

Emoji Dialog in Gnome

Um schnell in allen Anwendungen, also auch denen, die nicht GTK verwenden, Emojis einzugeben kann eine IBus-Eingabehilfe verwendet werden:

Chrome – hier funktioniert der normale Dialog leider nicht

Konfiguration:

Die Einrichtung geht recht einfach:

  1. Gnome Tastatur-Einstellungen öffnen
  2. Neue Eingabequelle „Typing Booster“ hinzufügen
  3. In dessen Einstellungen die Emoji-Optiona aktivieren und ggf. andere Optionen deaktivieren (z.B. Wortvorschläge)

Video:

Benutzung:

Wechseln mittels Super + Leertaste

Um die Eingabequelle zu wechseln, muss man nun nur noch Super + Leertaste drücken. Nach dem Eingeben von Emojis sollte man natürlich wieder zurückwechseln, da jedes Wort als Emoji-Name interpretiert wird.

Natürlich geht die Emoji-Eingabe damit auch in GTK-Anwendungen. Man kann nach den Emojis auch auf Englisch suchen:

Eingabe mittels IBus Typing Booster auf 🇬🇧

Über die Nummern kann man übrigens auch direkt das richtige Emoji aus der Liste auswählen.

mpv – Videos per Tastendruck löschen und verschieben

Wenn man eine größere Video-Sammlung zum Sichten hat, oder Video-Podcasts automatisch herunterladen lässt, dann ist es oft aufwendig die Dateienin einem zweiten Schritt zu löschen oder sortieren.

Mit mpv und selbst definierten Tastenkombinationen in der Konfigurationsdatei ~/.mpv/input.conf kann man den Prozess vereinfachen.

Folgende Zeile in der Datei löscht beim Drücken von Strg+r die aktuell angezeigte Mediendatei und zeigt eine Meldung an.

ctrl+r run "rm" "-v" "${path}" ; show_text "Gelöscht: ${filename}"

Um die Datei nur in den Papierkorb zu verschieben, nicht aber zu löschen kann das Programm trash-cli anstelle von rm verwendet werden. Das Programm befindet sich in den Repositories der meisten großen Linux Distributionen.

Zum verschieben verwendet man mv anstelle von rm.

ctrl+m run "mv" "-v" ${path} "/home/Schreiberling/Schnitt/gesichtet" ; show_text "Nach ~/Schnitt/gesichtet verschoben"

mpv – ein moderner mplayer fork

mpv ist ein Fork von mplayer bzw. mplayer2 der einige Dinge besser macht.

Neben offensichtlichen Vorteilen wie dem kürzerem Befehl (mpv) verbessert der mplayer-Fork die Usability auch durch andere Kleinigkeiten, wie etwa dem Icon und der UI.

Rechts mplayer ohne Icon, links mpv mit
Rechts mplayer ohne Icon, links mpv mit

Andere Bemerkenswerte Unterschiede zu mplayer(2):

  • Fehler und Meldungen werden farbig im Terminal dargestellt
  • mpv kann direkt von Youtube streamen
  • Das Problem dass Videos, bei verschiedenen Aktionen, un-pausiert wurden existiert nicht
  • Spielt man eine Liste von Videos ab, wird nicht jedes mal ein neues Fenster gezeichnet
  • Lange Parameter starten mit doppeltem Minus: –fullscreen

Die Entwicklung findet bei Github statt: mpv-player

Die Lizenz ist GPLv2 oder höher.

Neues OSD (On Screen Display)
Neues OSD (On Screen Display)

Edit: Möchte man eigene Kommandos aus mpv heraus ausführen kann man dies über das run Kommando tun.

Möchte man etwa die Mediendatei löschen die gespielt wird kann man dies über folgenden Befehl tun.

echo 'ctrl+r run "rm" "${filename}"' >> ~/.mpv/input.conf

Dadurch wird ein neuer Eintrag in die Datei ~/.mpv/input.conf geschrieben. Zunächst definiert man die Taste (-nkombination), nutzt dann den run Befehl und das Kommando das man ausführen möchte, hier rm.

Weitere Informationen findet man in der Datei input.rst und unter Property Expansion in der Dokumentation.

Interessante Vorträge vom LinuxTag 2013

Auch dieses Jahr gab es auf dem LinuxTag viele spannende Vorträge, eine kleine Auswahl davon möchte euch empfehlen. Es sind Vorträge die mir besonders gefallen haben und die auch gut verständlich sind.

  • Watched by machines of loving grace
    Der Vortrag ist in englisch und befasst sich damit wie „general-purpose computer“, also Allzweckrechner die beliebig verwendet werden können, in Gefahr sind und der Computernutzer immer mehr vom Schaffenden zum Konsumenten wird. Der Vortrag zeigt auch welche Kontrolle über proprietäre Software ausgeübt werden kann und wie dies unsere Gesellschaft beeinflusst und beeinflussen kann. Natürlich kann die Kontrolle über den eigenen Rechner und die eigenen Programme und Daten auch zurück erlangt werden, mit Freier Software.
    Seite zum Vortrag | Ogg | MP3

  • Antifeatures
    Antifeatures sind Funktionen die vom Benutzer nicht erwünscht wird, die die Funktionalität einer Software oder Gerätes mindern. Zur Entwicklung dieser Funktionen, die den Nutzer beschränken, muss Energie und Geld aufgewendet werden. Es handelt sich nicht um Bugs oder fehlende Funktionalität.
    Der Vortrag zeigt anhand von Beispielen wie jeder von uns von Antifeatures betroffen ist. Etwa dass das Betriebssystem des Telefons alle Stromsparfunktionen ausschaltet wenn es einen Akku von einem Dritthersteller erkennt. Oder das ein Drucker automatisch die Druckqualität mindert, wenn fremde Druckerpatronen verwendete werden.
    Der englische Vortrag beleuchtet wie diese Antifeatures konkret aussehen, welche Motivation dahinter steht und was der Benutzer dagegen machen kann. Und dass Antifeatures in Freier Software keinen Bestand haben können.
    Seite zum Vortrag | Ogg | MP3

  • Warum wir Zugriff auf unsere Router brauchen
    Ein Vortrag darüber welche Kontrolle wir über unsere Kommunikation mit geschlossenen Routern abgeben und welche Gefahren dies birgt. Der Vortrag behandelt aber auch wie man seinen Router befreit, etwa mit freier Firmware wie OpenWRT.
    Seite zum Vortrag | Ogg | MP3

  • Warum ist Linux für Embedded-Systeme so attraktiv?
    Dieser Vortrag befasst sich mit der Frage warum Linux im Embedded-Bereich so erfolgreich ist. Der Vortrag ist tutorisch aufgebaut, beschäftigt sich wenig mit Technik und behandelt diverse Vorteile von und Vorurteile gegenüber Linux.
    Seite zum Vortrag | Ogg | MP3 | Folien

  • Magic Lantern: Free Software on your camera
    Bei Magic Lantern handelt es sich um freie Software mit der man den Funktionsumfang von Canon DSLR Kameras erweitern kann. Die Firmware der Kamera muss nicht geändert werden. Die Software wird von der Speicherkarte geladen und neben der normalen Firmware ausgeführt. Auch wenn man keine Canon hat ist das Thema sehr interessant, zumal es mehrere solcher Projekte gibt. Wer sich informieren möchte wie man Kameras allgemein mit freier Software erweitern kann, sollte sich den Vortrag anhören, da dort einige Beispiele genannt werden wie die Software die Nutzung der Kamera erheblich vereinfacht und Funktionen ermöglicht die sonst nur Kameras im 5-stelligen Bereich haben.
    Seite zum Vortrag | Ogg | MP3

Zeya – Einfaches Musikstreaming im Browser

Sucht man eine einfache und schlanke Lösung um eine Musiksammlung als HTML5-Musik-Player zur Verfügung zu stellen dann ist Zeya das Programm der Wahl.

Es ist einfach installiert, da die meisten Linux-Distributionen ein Paket bereitstellen.

Zeya Webinterface

Nach der Installation kann das Programm einfach gestartet werden. Man kann man den Port via -p festlegen. Außerdem kann man von drei Backends wählen. Normal wird das Backend „dir“ benutzt, dabei liest Zeya alle Dateien im aktuellen oder über den --path= definierten Ordner ein. Man kann auch Playlists (.m3u & .pls) oder die Rhythmbox-Musikbibliothek nutzen.

zeya -p 33333 --backend=rhythmbox

Danach kann Zeya über die ip-Adresse und Port aufgerufen werden. Alles was man braucht ist ein nicht veralteter Browser (der

Weitere Informationen gibt es auf der Projektseite und im ubuntuusers.de-Wiki. Die Lizenz ist die [AGPLv3][5].

[5]: https://www.gnu.org/licenses/agpl-3.0.html „Lizenztext auf gnu.org“

ffmpeg2theora

Das ogv-Format bietet sich an, wenn man ein Video im Web (www) veröffentlichen möchte das ohne Flash angeschaut werden kann. Bei .ogv handelt es sich um Videos im ogg-Containerformat. Im Container befinden sich die Audiodaten als Ogg Vorbis und die Videodaten als Theora.

Zur Umwandlung braucht es einen Konverter. Zwar gibt es Programme mit grafischer Oberfläche, ein Konsolenprogramm ist aber meist kleiner und fällt im Hintergrund nicht weiter auf. Bekannte Programme sind ffmpeg und avconv, deren Syntax aber recht komplex ist.

Einfacher und schneller geht die Umwandlung mit ffmpeg2theora. Die Syntax ist einfacher und das Programm erfordert kein Syntax-Diplom:

ffmpeg2theora eingabedatei.mp4

Selbst bei komplexeren Aufgaben bleibt die Syntax einfach, egal ob man die Metadaten bearbeiten will oder den Gamma-Wert anpasst. Das Programm bietet leicht zugänglich viele Funktionen.

Wer öfter nach ogg und ogv umwandeln muss, der ist mit dem ffmpeg2theora gut beraten.

Die Anwendung im Repository wahrscheinlich jeder Linux-Distribution und ist unter der GPLv2+ lizenziert.

Englisch üben

Screenshot des Programmes
Screenshot des Programmes

PyEnglish ist ein nettes kleines Programm mit dem man seine English-Kenntnisse überprüfen kann.

Es werden verschiedenen Satzteile vorgegeben, die man in die richtige Form und Reihenfolge bringen muss. Nicht mehr und auch nicht weniger.

Die Anwendung wurde im Rahmen des Ubuntu AppShowdowns erstellt und steht unter der GPLv3.

Viel Spaß.

Mimimi: Scrollen auf Dropdown-Menüs beim Firefox nicht möglich

Bei Firefox und Thunderbird ist es nicht möglich auf geschlossenen Dropdown-Menüs zu scrollen. (╯°□°)╯︵ ┻━┻

Ich bin von Gnome (bzw. GTK) und anderen Arbeitsumgebungen so verwöhnt, dass das mir negativ auffällt dass man auf geschlossenen (und geöffneten) Dropdown-Menüs nicht scrollen kann, dabei ist gerade diese Kleinigkeit so bequem und spart einem zwei Klicks auszuführen. Der eine zum Öffnen des Menüs und der andere zum Auswählen. Liegt wohl an XUL.

Wer nicht weiß welches Verhalten gemeint ist kann sich gerne dieses Video anschauen.

lesspipe & catdoc – PDF, DOC und mehr im Terminal betrachten

Möchte man mit less eine Datei betrachten, so kann dies zu ungewollten Ergebnissen führen. Öffnet man etwa die PDF-Datei der 04/2012 Ausgabe des freiesMagazin mit less ist das Ergebnis recht unansehnlich:

%PDF-1.4
%<d0><d4><c5><d8>
1 0 obj
< < /S /GoTo /D (12_04_editorial.2) >>
endobj
4 0 obj
(Editorial)
endobj
5 0 obj

Tut man dagegen das Selbe mit lesspipe einem Programm das viele Dateiformate decodiert und in einer leserlichen Form an less übergibt, dann sieht das Ergebnis sehr ansprechend aus.

      freiesMagazin                                                                                      April 2012



      Topthemen dieser Ausgabe

      Python – Teil 12: Reguläre Ausdrücke                                                                Seite 9
      Nachdem im letzten Teil dieser Reihe ein kleiner Twitter-Client besprochen wurde, wird es nun wieder etwas
      theoretischer: Anhand einiger einfacher Beispiele sollen Reguläre Ausdrücke vorgestellt werden. (weiterlesen)

Das funktioniert ebenso mit DOC-Dateien sowie einer Vielzahl von Archivdateien (.deb, .zip, .lz sowie viele Weitere – eine Übersicht findet sich in der Manpage des Programms).

Möchte man sich Dateien mit der Endung .doc ansehen muss man sich zunächst noch das Programm catdoc installieren. catdoc verhält sich selbst wie das cat-Kommando.